Ich höre auf das Rufzeichen DL8NAD; in den letzten Jahren allerdings war ich nicht tätig. Der Grund ist traurig: Gehen Sie auf den Gliederungspunkt "Antennenverbot"!
Nicht nur in meinem Fall gibt es immer wieder Kommunalpolitiker und Baubehörden, die meinen, diese Freizeitbeschäftigung durch abstruse Auslegungen des Baurechts plattmachen zu müssen.
Beachten Sie bitte die Seite mit den Links: Hier können Sie interessante Ausführungen zum Amateurfunkdienst finden. Beim DARC, dem Förderverein Amateurfunkmuseum und dem AATiS bin ich Mitglied.
Nur nach bestandener schriftlicher Prüfung bei der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur ist man berechtigt, den Amateurfunkbetrieb aufzunehmen. Hierüber erhält man eine Genehmigungsurkunde. Ich habe meine Prüfung vor der Neufassung des Gesetzes über den Amateurfunk abgelegt. Daher ist noch von der "Amateurfunklizenz" die Rede, während nunmehr die Genehmigung das "Amateurfunkzeugnis" darstellt. Da ich noch Kenntnisse im Hören und Geben von Morsezeichen nachweisen musste, ist die Genehmigungsklasse B vermerkt.
So sieht meine Lizenzurkunde aus:
Dies ist die Vorderseite...
...und hier sind die Innenseiten zu sehen.
Jeder Funkamateur erhält von der zuständigen Behörde seines Landes ein Rufzeichen, das weltweit einmalig ist. Grundlage bilden internationale Vereinbarungen.
Ich selbst bin Lutheraner. Meine Funkfreunde römisch-katholischen Glaubens kennen Schutzpatrone. Nach kirchlichem Verständnis sind dies Heilige, deren Schutz unter anderem Berufe oder Tätigkeiten unterstellt sind.
Der Schutzpatron der Funkamateure ist Maximilian Kolbe. Er bewahrte im Konzentrationslager Auschwitz einen Mitgefangenen vor dem Tod, indem er statt seiner den Hungertod auf sich nahm. Er war als Missionar tätig; unter dem Rufzeichen SP3RN wirkte er als Funkamateur. Näheres über das Leben und Wirken Kolbes finden Sie im Heiligenlexikon.
Auch bei Wikipedia findet sich ein Beitrag über Maximilian Kolbe.
Den Amateurfunk sah er als "Verständigungsmittel gutwilliger Menschen in aller Welt". Zu dieser Aussage habe ich zwei Anmerkungen anzubringen:
Es kann (und darf!) nicht verschwiegen werden, dass die Betriebstechnik (Anmerkung für Nichtfunkamateure: dies ist die Abwicklung des Funkverkehrs) etlicher Funkfreunde mehr als zu wünschen übrig lässt. Dieses Verhalten - wohl geltungsbedürftiger Zeitgenossen - ist keine Werbung für eine Freizeitbeschäftigung, die hohen Ansprüchen gerecht werden soll, zumal jedermann Amateurfunksendungen mithören darf.
In der Vergangenheit habe ich auch einige Arbeiten in Amateurfunkzeitschriften veröffentlicht. Da ich berufsbedingt recht viel Gedanken zu Papier bringen muss, liegt es nahe, auch für das Hobby Beiträge zu leisten:
"Luftdruckmessung mit linearem Sensor", in Zusammenarbeit mit Helmut Berka, DL2MA, erschienen im Praxisheft 14 der AATiS, Seite 34 ff.
"Erstellung von Vorlagen für Codierscheiben" im gleichen Heft, Seite 85 ff.
"Wetterstationsmodul zur Temperaturmessung", Praxisheft 15 der AATiS, Seite 66
"Geschichte einer Antennenanlage", Heft 4/1999 der CQDL - Clubzeitschrift des DARC e. V. - Seite 276 ff.
Hier folgt eine kleine Aufstellung mit deren Rufzeichen, die keineswegs Anspruch auf Vollständiigkeit erhebt:
"Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frißt."
"Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt."
Beide Zitate stammen von Albert Einstein, Nobelpreisträger und dt.-amerik. Physiker.
Von und über Politiker:
"Anders sein und anders scheinen,
anders reden, anders meinen,
alles loben, alles tragen,
allen heucheln, stets behagen,
allen Winde Segeln geben,
Bös- und Guten dienstbar leben,
alles Tun und alles Dichten
bloß auf eignen Nutzen richten:
Wer sich dessen will befleißen,
kann politisch heute heißen."
Friedrich Frhr. v. Logau, Dichter, 1604 - 1655
"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man unterlässt."
Laotse, chin. Weiser
"Wer in die Politik geht, muss auch heißen Dampf aushalten."
Klaus Kinkel, ehemaliger Außenminister, FDP
Diese Rubrik wird laufend ergänzt, wenn ich auf der Suche nach geeigneten Zitaten fündig geworden bin.
"- Hobbys: Ganz wichtig ist die Pflege von Hobbys und sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Berufs. Das gilt als Selbstverständlichkeit, doch auch hier sieht die Wirklichkeit anders aus. Jeder spricht von seinen Hobbys, doch nur eine Minderheit praktiziert sie so, dass sie einen hilfreichen Stellenwert im Alltag einnehmen. Die häufigste Entschuldigung ist bekannt: keine Zeit, der Beruf und sonstige Verpflichtungen lassen es nicht zu.
Wie real diese Ausrede auch immer sein mag, wenn man das Hobby als Regenerationshilfe nicht nutzt und auch sonst keinen Ausgleich hat, dann gerät man langsam, aber sicher in ein Defizit. Dessen Folgen sind meist aufwendiger, als die kontinuierliche Pflege eines Hobbys. Denn ein Hobby ist nicht nur ein Hobby, sondern ein wichtiger Teil der Gesundheitserhaltung, eine wirksame Selbstheilungsmaßnahme.
Manche versteigen sich - ausdrücklich oder zumindest für sich selber als Trost - zu dem "Grundsatz": Mein Beruf ist mein Hobby. Diese Brücke kann in der Tat recht lange halten, hat aber ihre Schwachstellen. Denn was ist, wenn der Beruf das Hobby darstellt und man verliert plötzlich die Freude an der Arbeit, aus welchem Grund auch immer? Dann hat man gar nichts mehr.
Oder noch schlimmer: Was ist nach Abschluß der Arbeit denn nicht alle können bis ins hohe Alter weitermachen? Dann drohen "Renten-Bankrott" und "Pensionierungs-Schock". Wer dann alte Hobbys reanimieren will, muß Glück haben, wenn das gelingen soll. Vielfach schrumpft alles zu einem kümmerlichen Tagesplan, der eher an ein Dahinvegetieren als an ein erfülltes Altern erinnert. Vor allem aber schrumpfen damit geistige Regsamkeit, körperliche Reserven und zwischenmenschliche Aktivitäten. Deshalb: Hobbys sind mehr als Hobbys. Sie sind wie ein angespartes Vermögen für psychosoziale Notzeiten, die ja durch das Berufsende unabweislich kommen werden."
aus: Psychosoziale Gesundheit - von Angst bis Zwang Prof. Dr. med Volker Faust, Universität Ulm
Eine Gemeinderatsmehrheit, die einseitig auf die Ablehnung funktechnischer Anlagen aller Art durch so genannten "Sachverstand" aus eigenen Reihen "getrimmt'" worden ist, hat auch da schon erhebliche Probleme Aspekte in diesem Sinn zu erfassen.