Startseite
Wer bin Ich
Meine Familie
Amateurfunk - Infos
Amateurfunk - Basteln
Antennenverbot
Antennenverbot - ganz kurz
Interessante Links
English Site
Kontakt/Impressum
 


Wenn es die Zeit erlaubt, greife ich zum Lötkolben. So manche Geräte sind im Bau - parallel wie bei vielen Funkfreunden auch. Denn: oft fehlen nur wenige Bauteile zur endgültigen Fertigstellung, und bis die Beschaffung (soweit nicht Vergleichbares greifbar ist) erfolgreich war, bleibt die "Baustelle" liegen...

Eine Wetterstation ist im Bau; die umfangreichen mechanischen Arbeiten sind fast abgeschlossen. An dem Teil der Anlage, die der Windmessung (Windrichtung und Windgeschwindigkeit) dient, findet sich kein Stück Kunststoff. Der Luftfeuchtesensor sowie der Temperatursensor befinden sich in einem Aspirator, ausgestattet mit einem Computerlüfter für einen gleichmäßigen Luftstrom. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, werde ich ein paar Bilder auf meine Homepage einstellen. Noch gilt es einige Probleme zu lösen.



  • ein Stationsmonitor mit direkt angezeigtem SWR und Oszi-Röhre
  • ein "kleines" Projekt: die Elektronik für eine Squeeze-Taste - die integrierte Schaltung (CURTIS-Keyer) war erst in meiner Post.
  • ein Frequenzzähler mit Anbindung an DCF77 als "Frequenznormal" 

Gerne gebe ich auch mein Wissen schriftlich weiter (sofern die Schaltungen funktionieren!). Über eine Rückkopplung und Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen.




"Rohbau" Antennentuner

Im Bild sehen Sie den Antennentuner im "Rohbau". Es fehlen noch die Verbindungen zum Transceiver, zum Langdraht, das Mantelwellenfilter und die Steuerelektronik für die beiden Stellmotoren sowie die Verdrahtungen zu den Relaisspulen.

Erkennbar sind das Kugelvariometer, die drei Relais und der Drehko. Links ist die zuschaltbare Zusatzkapazität zu sehen, die - weiter unten näher beschriebene - Zündkerze als "Überspannungsableiter" ist leider verdeckt. Die Schaltung geht auf das Büchlein "Amateurfunkantennen mit geringem Platzbedarf", Verfasser Klaus Böttcher, DJ2RW/Frank Sichla, DL7VFS, zurück (Seite 102 ff.). Es ist beim Verlag für Technik und Handwerk erschienen (ISBN 3-88180-807-8). Weitere hilfreiche Hinweise fand ich im Internet (bei www.dl5cl.de, ferner, sehr umfangreich!, bei HB9ACC - "Kurzwellen-Drahtantennen-Praktikum",  sowie bei www.qsl.net/dk7zb). Hier ist der Schaltplan meines Antennentuners als pdf-Dokument hinterlegt.

In meiner Bastelkiste fristeten einige Lastrelais von Siemens mit 2 kV Prüfspannung ihr Dasein, allerdings nur mit - erfreulicherweise sehr kräftigen - Einschaltkontakten. Für die erforderliche "Umschaltung" als LC- bzw. als CL-Glied musste ich daher improvisieren und zwei dieser Relais einsetzen (Rel 3 und Rel 4). Diese wiederum werden über das Rel 1 mit einem Umschaltkontakt alternativ angesteuert.

Das Kugelvariometer (Bereich ca. 90 µH) und der Drehko (320 pF) haben einen Drehwinkel von 180 °. Die Drehung erfolgt mit kleinen Getriebemotoren. Ursprünglich habe ich daran gedacht, Schrittmotore einzusetzen, bin aber davon wegen der etwas umständlichen Handhabung abgekommen, nachdem ich im Internet auf die integrierte Schaltung TLE 4209 von Infineon gestoßen war. Das IC wird hauptsächlich für die manuelle Scheinwerferverstellung in Kraftfahrzeugen eingesetzt. Die folgende Schaltung wurde dem - allerdings nur ein englischer Sprache verfügbaren - Datenblatt entnommen und modifiziert (Durchführungs-Cs). Die Erprobung muss noch erfolgen; der Einbau in ein Hf-dichtes Gehäuse ist unabdingbar. Den Schaltplan können Sie hier herunterladen (Darstellung als pdf-Dokument).

Die jeweils im Schaltplan mit "Feedback" bezeichneten Potenziometer sind in der Verlängerung des Drehkos und des Kugelvariometers angebracht. Wichtig sind die isolierenden Achskupplungen, die gleichzeitig geringfügigen Versatz in der Anbringung ausgleichen. Sie sind auf dem Bild gut erkennbar.  

Überspannungsschutz mit Zündkerze

Gerade eine Langdrahtantenne erfordert einen Überspannungsschutz. Es muss sich jeder Funkamateur darüber im Klaren sein: Gegen direkte Einschläge von Blitzen hilft rein gar nichts. Aber schon bei heranziehenden Gewittern kommt es zu Überschlägen, denen mit der "Zündkerzen-Funkenstrecke" begegnet werden kann (ohnehin hat dann die Antennenzuleitung nichts mehr am Funkgerät zu suchen!).

Zum Aufbau: In eine Mutter M 18 wurden zwei Gewinde M 4 geschnitten. In das untere wurde ein Abstandsbolzen (1* Innen-, 1* Außengewinde) geschraubt und mit einer Zahnscheibe gesichert. Da keine Mutter zu bekommen war, die dem Gewinde der Zündkerze entspricht, dient die obere Schraube zur Fixierung. Die blaue Leitung ist "Masseverbindung", an die beiden Kabelschuhe werden die  "kalten" Enden des Drehkos und der Zusatzkapazität angeschlossen. Anschließend wird die Mutter fest angezogen. Auch hier werden Zahnscheiben dazwischen gelegt.

Nach der Fertigstellung und der Erprobung des Tuners werde ich weitere Hinweise zum Aufbau geben. Eine Bezugsquelle für den IC teile ich auf Anfrage gerne mit. Gedanken mache ich mir derzeit über die "Halb-Automatisierung" des Abstimmvorganges. Ob sich die Schaltung von OM Willi Pfadler, DK4MY, hierzu eignet, muss ich noch erproben. Sie war im CQ DL, Heft 9/98 (Seite 707), veröffentlicht. Halbautomatisierung deshalb, weil zunächst eine Grobabstimmung des Kugelvariometers "per Hand" erfolgen müsste; die Feinabstimmung des Drehkondensators könnte durch die Schaltung Willis erfolgen.


Für die "höheren" Kurzwellenbänder bietet sich als weitere Alternative der Bau einer magnetischen Antenne an. In der Literatur und (selbstverständlich auch) im Internet finden sich zahllose Beschreibungen dieses Antennentyps. Bevor man sich jedoch das erforderliche Material besorgt, sind einige Überlegungen und Berechnungen unerlässlich:

  • Welche Bänder will ich abdecken?
  • Für welche Leistung soll meine Antenne ausgelegt sein?
  • Wo finde ich Programme zur Berechnung?
  • Kann ich evtl. erforderliche Mindestabstände einhalten?

 Das Material ist leicht zu beschaffen: bei einem Rundgang in einem Baumarkt wird der "Selbstbauer" schnell fündig. Den Drehkondensator hoher Spannungsfestigkeit findet man beispielsweise bei eBay oder anderen Auktionshäusern im Internet. Mit etwas Glück kann die Suche bei einem Amateurfunkflohmarkt (z. B. in Friedrichshafen oder in Neumarkt i. d. OPf.) erfolgreich sein. Wer Wert auf Neuware legt, kann auf den Internetauftritt der Otto Schubert GmbH zurückgreifen.

Wer sich mit der Theorie einer magnetischen Antenne bereits einmal beschäftigt hat weiss, dass zur Abstimmung ein Drehkondensator hoher Spannungsfestigkeit bereits bei kleinen Leistungen erforderlich ist.

Nun ist es zweckmäßig, für eine einfühligere Abstimmung zusätzlich einen kleinen Drehkondensator parallel zu schalten. Der große Drehkondensator deckt eine Kapazität von ca. 8 bis 150 pF ab; ich habe ihn im Shop von funkamateur.de erstanden. Leider ist er dort nicht mehr erhältlich. Der kleine Drehkondensator überstreicht einen Bereich von 3...19 pF und wurde bei der Fa. Schubert gekauft.

Die Getriebemotore für die beiden Drehkondensatoren werden mithilfe der oben erwähnten integrierten Schaltung TLE 4209 angesteuert. Da es sich bei einer derart einfachen Schaltung nicht lohnt, eine Leiterplatte zu ätzen, habe ich eine Lochrasterplatine mithilfe des Programms Lochmaster 3.0 (Bezugsquelle: ABACOM, siehe Linkseite) erstellt. Der Ausdruck dieser Platine sieht wie folgt aus:

Darstellung der Lochrasterplatine mit dem Programm Lochmaster 3.0 von ABACOM







Dieser Ausdruck ist übrigens nicht maßstäblich.
 
Unter den beiden ICs sind selbstverständlich auch die Leiterbahnen zu unterbrechen! 

Am linken Bildrand sind die beiden Potis zu sehen, die für die Nachlaufsteuerung (Feedback) erforderlich sind. Die Achsen können hier leider nicht dargestellt werden.  
Steuerelektronik für die Servomotoren
Auf einem (ebenfalls nicht maßstäblichen!) Ausdruck des Leiterplattenentwurfs habe ich die fertig erstellte Platine gestellt. Sie befindet sich in einem hf-dichten Weißblechgehäuse der Firma Schubert. Die beiden Potis an der Rückwand werden nach dem Einbau von den Motoren betätigt.
An der Frontseite sind Durchführungskondensatoren zu sehen.
Getriebemotoren mit den anmontierten Drehkondensatoren
Das Bild zeigt die beiden Drehkondensatoren vor der endgültigen Bestückung mit der "Steuerelektronik". Die Kupplungen mit den Isolierungen (links neben den Zahnrädern erkennbar) gleichen auch geringfügigen Achsversatz aus. Auf die Isolierung kann übrigens keinesfalls verzichtet werden!

Nach endgültiger Fertigstellung werde ich weitere Bilder mit Erläuterungen einstellen.



 
Top